Landesfinale WK 3 Volleyball

Geschrieben von Mirko Hans
Kategorie:
Erster Auftritt bei „Jugend Trainier für Olympia“ – Volleyballerinnen der WK III holen Silber

Eins vorweg – für alle Sportbegeisterten unseres Gymnasiums waren die zwei coronageprägten Jahre eine lange Durststrecke. Desto mehr freuten wir uns, zum diesjährigen Landesfinale eingeladen worden zu sein. Ja, „eingeladen“, denn es gab in diesem Schuljahr keine Qualifikationswettkämpfe.

Früh am Morgen ging es los, 6 Uhr war Start in Zittau, um pünktlich 08.15 Uhr die Mannschaftsliste am Spielort in Dippoldiswalde abzugeben. Kurzfristig hatte ein Team abgesagt, so dass es hieß „Jeder gegen jeden“. Vier weitere Teams kämpften neben unseren fünf Mädchen der Klassenstufen 7 und 8 um die Medaillen und um den Einzug ins Bundesfinale nach Berlin.

Im ersten Duell sahen wir uns den Mädchen aus Leipzig gegenüber. Wenig Fehler machen – das war die Devise. Funktionierte nicht immer, aber wer erwartet das schon im ersten Spiel. Gut, dass unser Team recht ausgeglichen besetzt war, die Leipzigerinnen jedoch schon einige Lücken offenbarten. Unser Team behielt die Nerven, machte die Punkte in besonders wichtigen Phasen des Spiels und sicherte sich ganz knapp den ersten Satz (25:23). Jetzt war Selbstbewusstsein vorhanden und der Gegner wirkte noch nicht so eingespielt, so dass der zweite Satz ebenfalls an die Zittauerinnen ging (25:19).

Viel Zeit zum Nachdenken und Luftholen blieb nicht, denn nun wartete mit Chemnitz eine Mannschaft, die man als Favorit sehen musste: physisch stark, mit druckvollen Aufschlägen agierend und Angriffen – so schnell konnten wir manchmal gar nicht reagieren, wie der Ball im Feld einschlug. Also, mutig sein und mehr Druck entgegensetzen. Nach dem abgegebenen 1. Satz (19:25) führten wir Mitte des 2. Durchgangs plötzlich. Ungläubige Gesichter auf der Gegenseite. Trotzdem reichte es nicht ganz, am Ende stand ein knappes 23:25, aber eben der 2. Satzverlust und damit die erste Niederlage.

Egal, kurz geschüttelt und nach einer kurzen Spielpause auf den nächsten Gegner aus Lichtenstein eingeschworen. Wieder war Volleyball auf hohem Niveau zu erwarten. Nachdem das Team auf der anderen Netzseite im ersten Satz viel richtig machte, strafften sich unsere Mädels und erkämpften sich den 2. Satz. Tie-Break war angesagt – es sollte der einzige im Mädchenturnier an diesem Tag sein. Und es war nichts für schwache Nerven. Nicht nur für die „Mitleidenden“ an der Seitenlinie, auch den Mädels merkte man die Nervenschlacht an. Einige konnten ihre Aufregung kaum verbergen, vibrierten förmlich auf der Stelle. Was für eine Befreiung, als der Ball zum 17:15 für uns ins gegnerische Feld fiel. Die Silbermedaille wurde förmlich erkämpft. Großes Volleyball, große Leidenschaft, großes Teamwork.

Im letzten Spiel gegen die überforderten Mädchen aus Riesa bekamen alle Spielerinnen noch einmal ihre Spielanteile. Durch einen klaren 2:0-Sieg (25:13,25:9) bestätigte unser Team den Anspruch auf den Silberrang und – mit ein bisschen Abstand – waren auch alle glücklich mit dem Abschneiden.

Wer wollte eigentlich nach Berlin fahren? Lieber Jugendweihe statt Bundesfinale. Erstere gibt es nur einmal im Leben, auf das andere haben wir noch die Chance in den kommenden Schuljahren.

So ganz „nebenbei“ räumte Rieke Urban auch noch die Auszeichnung als „Beste Spielerin des Landesfinals 2022“ ab – Respekt und Glückwunsch!

Unser erfolgreiches „Silber-Team“ bestand aus: Selma, Nikol, Lara, Rieke und Celina. (oert)

volleyball wk3

Wir benutzen Cookies
Wir nutzen Cookies und Dienste Externer Anbieter (wie z.b. Google Web Fonts) auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen. Eine genaue Übersicht der verwendeten Dienste sind in den Datenschutzerklärung aufgeführt.