Präsenzunterricht nach den Herbstferien – es liegt an uns allen!

Geschrieben von Mirko Hans
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Freitag, 16.10.2020, 14:00 Uhr

Sehr geehrte Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler,

der erste Schuljahresabschnitt ist geschafft. Insgesamt sechs Wochen lang konnte der Präsenzunterricht an unserem Gymnasium uneingeschränkt stattfinden. Die letzte Woche vor den Herbstferien war nun nach insgesamt sieben positiv getesteten Schülern der Jahrgangsstufen 7, 10 und 12 von Verunsicherung, Unruhe und Sorge um die eigene Gesundheit gekennzeichnet. Zahlreiche Schülerinnen und Schüler wurden durch das Gesundheitsamt unter Quarantäne gestellt. Hier waren die Entscheidungen dieses Amtes leider zögerlich und wenig stringent.

Viele Lehrerinnen und Lehrer stehen derzeit unter dem hohen psychischen Druck einer drohenden Ansteckungsgefahr. Die zunehmende Sorglosigkeit einiger Schülerinnen und Schüler und ein zum Teil provokantes Verhalten in Bezug auf das Tragen der Mund-Nase-Bedeckung, die Hände-Desinfektion und die Einhaltung eines ausreichenden Abstandes, wo immer es möglich ist, bereiten zunehmend Probleme. Ich erwarte von Ihnen, sehr geehrte Eltern, dass Sie die Zeit der Ferien dazu nutzen, auf Ihre Kinder geeignet einzuwirken.

Jede betroffene Familie sollte sich auch noch einmal über ein ausgestelltes Maskenattest Gedanken machen. Wenn die Gesundheit so sehr eingeschränkt ist, dass man unter dem Tragen dieser Bedeckung bei einem vielleicht zweiminütigen Raumwechsel große gesundheitliche Probleme befürchtet, ist der Präsenzunterricht vielleicht ein Ort mit zu hohem Risiko.

Der uneingeschränkte Präsenzunterricht nach den Herbstferien kann nur stattfinden, wenn alle am Schulleben Beteiligten ihre Konsequenzen aus der Pandemieentwicklung der letzten Wochen ziehen. Es steht viel auf dem Spiel – besonders für die Abiturstufe!

Deshalb appelliere ich nochmals an Sie, sehr geehrte Eltern:

Halten Sie sich mit Ihren Familien an die Regeln zur Corona-Pandemie, schränken Sie Ihre Kontakte auf ein Mindestmaß ein, reisen Sie nicht in Risiko-Gebiete. Gehen Sie bei Symptomen zum Arzt, schicken Sie die Kinder nicht krank in die Schule. Ein solches Verhalten ist egoistisch und unverantwortbar. Wir müssen die Zeit der Herbstferien dringend dazu nutzen, wieder Ruhe in den Schulalltag zu bekommen.

Allen Beteiligten muss klar sein, dass es für das Aussprechen der Quarantäne unerheblich ist, ob man negativ getestet wurde, aber Kontaktperson ist bzw. positiv getestet wurde, aber symptomfrei ist. Man darf dann nicht am Präsenzunterricht teilnehmen. Dieser ist aber unabdingbare Voraussetzung für einen erfolgreichen Schuljahresverlauf. Entscheidend ist auch nicht, ob man an eine Corona-Pandemie glaubt oder sich selbst für unsterblich hält. Die Konsequenzen der ständigen Unterrichtsunterbrechungen haben vor allem die Kinder zu tragen.

Ich wünsche Ihnen allen erholsame und vor allem geruhsame Ferien.

Ingo Elmenthaler
Schulleiter