Kursfahrt Klasse 12 nach Amsterdam

Geschrieben von Mirko Hans
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Die Exkursion der Tutorengruppen von Frau Schulze, Herrn Hotho und Frau Kretschmar begann am 10. September um halb sieben am Theater. Von da an konnten wir uns auf ziemlich ereignisreiche, fröhliche und spannende Tage freuen. Die in etwa 13 Stunden in Anspruch nehmende Busfahrt kann man im Nachhinein - unter anderem aufgrund der mehr oder weniger großen Auswahl an Filmen aus der persönlichen Videothek des Busfahrers - als durch und durch angenehm beschreiben.

Nach der Ankunft am Zielort stand uns noch ein kurzer Weg bis zum Hostel bevor. Die Unterbringung erfolgte hauptsächlich in Sechsbettzimmern - diese stießen jedoch bei vielen auf scharfe Kritik: Die eher spartanische Einrichtung und die wenig komfortablen Bäder wogen dabei am stärksten. Als simple Übernachtungsmöglichkeit, übrigens sehr zentral gelegen, waren sie aber vollkommen ausreichend.

Während Tag 1 in Amsterdam stand Stadterkundung auf dem Plan. Treff war am „Amsterdam Centraal“, dem Hauptbahnhof der Stadt, welcher auf drei künstlich aufgeschütteten Inseln erbaut wurde. Von dort aus geleitete uns eine freundliche Dame durch die Innenstadt und erzählte uns innerhalb von zwei Stunden viel über das Leben in Amsterdam, die Entstehung und Entwicklung der Stadt (hauptsächlich über den bekanntesten Stadtteil namens „De Wallen“, welcher interessanterweise zugleich das Rotlichtviertel, aber eben auch das am architektonisch bewundernswerteste Viertel Amsterdams ist) sowie über den Grachtengürtel. Und apropos Grachten: Am Nachmittag folgte noch eine einstündige Grachtenrundfahrt inklusive vieler nützlicher Informationen per Audioguide.

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Die „Prinsengracht“ in der Morgensonne

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Die Stadt der Fahrräder – es gibt sogar dreistöckige „Parkhäuser“

Der Mittwoch sollte eigentlich für uns zu einem Tag voll von nationalem Kulturgut werden, da wir vorhatten, das Van-Gogh-Museum zu besuchen. Allerdings kam es dazu leider nicht, da man offenbar vorher schon Tickets hätte reservieren müssen. Aber was soll‘s, pragmatisch wie wir waren, gingen wir einfach 100 Meter weiter und sahen uns stattdessen das „Moco“-Museum an. Viele abstrakte und moderne Malereien und Plastiken bzw. Fotografien von Werken verschiedener Streetart-Künstler wie z.B. „Banksy“ galt es dort zu bewundern. Den Rest des Tages hatten wir, wie auch schon am Vortag, viel Freizeit, um die Stadt „auf eigene Faust“ zu erleben.

Am dritten und leider auch schon letzten Tag, den wir in Gänze zur Verfügung hatten, fuhren wir zum Zwecke weiterer künstlerischer Bildung nach Den Haag, der drittgrößten Stadt der Niederlande. Wir besuchten das „Mauritshuis“, in dem u.a. Rembrandts „Die Anatomie des Dr. Tulp“ und Vermeers „Das Mädchen mit dem Perlenohrgehänge“ zu betrachten war. An dieser Stelle geht ein großes Lob an Frau Schulze, die mit vielen interessanten Informationen über die Bilder unseren Aufenthalt sehr bereicherte. Anschließend gab es ebenfalls Freizeit: Viele blieben im Zentrum Den Haags, wohingegen wir zu viert einen beachtlichen Fußmarsch, zunächst bis zum „Internationalen Strafgerichtshof“ und anschließend bis an die Nordsee, hinlegten. Es war ein sehr, sehr aufregendes, aber auch angenehmes Gefühl, direkt aus der Großstadt heraus an den Strand und das weite Meer zu gelangen und dabei die Seeluft zu genießen.

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Jan Vermeer: „Das Mädchen mit dem Perlenohrgehänge“

Als - zurück in Amsterdam - der letzte Abend angebrochen war, war es an der Zeit, lecker zu Abend zu speisen und auch ein letztes Mal die idyllische Atmosphäre des nächtlichen Amsterdams zu spüren.

Vor der Heimreise am Freitag stärkten wir uns noch einmal vom durchaus leckeren Frühstücksbuffet mit reichlich Auswahl; und kaum hatten wir uns versehen, kamen wir nach zwölf Stunden wieder wohlbehalten in Zittau an. Voller Vorfreude auf unser zu Hause, aber sicher auch mit einem schmerzlichen Gedanken an das Ende der fabelhaften Zeit in Amsterdam.

Pascal Born (Klasse 12)

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Gemeinsames Gruppenfoto am Museumplein

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