Auftakt des NAWI Profils Klasse 10 im SJ 2018/2019

Geschrieben von Mirko Hans
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Exkursion zum Schülerlabor „Delta X“ des Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf

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Am 6. September 2018 fuhren wir, das naturwissenschaftliche Profil, mit Frau Evers und Herrn Franz als gemeinsamen Profilauftakt in das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf. Um 7.45 Uhr starteten wir am Zittauer Theater und kamen nach 2 Stunden Busfahrt dann am HZDR an. Dort wurden wir von einem netten Mitarbeiter in Empfang genommen und gingen dann mit ihm gemeinsam zum brandneuen Schülerlabor „Delta X“. Nachdem wir unsere Sachen abgelegt hatten und uns einen Platz im Empfangsraum gesucht hatten, wurde uns zunächst in einem kleinen Film gezeigt, welche Aufgaben das größte Forschungszentrum Sachsens eigentlich hat. Wir erfuhren, dass hier ca. 200 Wissenschaftler nicht nur im Bereich der Radioaktivität forschen, weswegen wir heute hier waren, sondern auch auf anderen Ebenen wie Gesundheit und Materie die Forschungen vorantreiben. Im weiteren Vortrag erfuhren wir noch einige Grundlagen zur radioaktiven Strahlung, wie z.B. die verschiedenen Strahlungsarten oder den radioaktiven Zerfall, die  wir für die späteren Experimente benötigten. Nach dem kurzen Einblick in die Welt der Kernphysik ging es dann endlich ab ins Labor und in 4 Gruppen untersuchten wir die Eigenschaften ionisierender Strahlung und die Radioaktivität in der Umwelt.

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In der ersten Station, der „Umweltradioaktivität“, bekamen wir zunächst einmal einen Einblick in die jährliche Strahlenbelastung in Deutschland und waren alle überrascht, dass die jährliche Belastung durch Kernkraftwerke nur bei 0,01mSv (Millisievert) liegt, wobei die jährliche Durchschnittsstrahlenbelastung pro Person zwischen 3 und 4 mSv liegt.

Als nächstes machten wir uns dann mit dem Geiger-Müller-Zählrohr vertraut und untersuchten dann in Gruppen einige Lebensmittel und Alltagsgegenstände sowie die Luft und verschiedene Baustoffe auf ihre radioaktive Strahlung.

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Station Nummer 2 befasste sich dann mit den Eigenschaften der ionisierenden Strahlung. Hierbei untersuchten wir zunächst die Reichweite von Natrium 22. Nach einer kurzen Mittagspause prüften wir die Abschirmung in Abhängigkeit von der Schichtdicke bei Zinn und Aluminium und zu guter letzt testeten wir die Abschirmung in Abhängigkeit des Materials.

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Nach getaner Arbeit und vielen interessanten Entdeckungen wurde uns noch ein abschließendes Experiment präsentiert. Hierbei stellten wir die freiwerdende radioaktive Strahlung beim Rauchen einer Zigarette fest und erfuhren, wo diese überhaupt herkommt.

Zum Schluss gab es noch einen großen Applaus und wir packten unsere Sachen zusammen. Nach 5 spannenden und erlebnisreichen Stunden ging es dann mit dem Bus wieder in Richtung Zittau.

Letztlich waren sich alle einig: Es war ein sehr gelungener und aufregender Tag mit vielen neuen und  wissenswerten Einblicken in die Welt der Kernphysik, den wir so schnell nicht vergessen werden!

Lara Hänisch

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Hier noch einige weitere Statements

Der Tag am Schülerlabor Delta X war ein sehr interessanter und lohnenswerter Ausflug im Rahmen des naturwissenschaftlichen Profils. Die Experimente zum Thema der Radioaktivität und Strahlung waren sehr strukturiert und verständlich aufgebaut. Wir untersuchten die Radioaktivität bestimmter Alltagsgegenstände, Steine, Lebensmittel und der Luft. Alles in allem ein sehr gelungener Tag.

Niclas Wächter (10f2)

Was mir sehr gut gefallen hat, war, dass wir eine tolle Einleitung erhielten und dass man die Experimente mit uns Schritt für Schritt durchgegangen ist. Ich habe sehr viel verstanden und Neues gelernt. Es war total interessant und wir haben neue Sichtweisen auf das Thema „Radioaktivität“ bekommen. Für mich ist eines klar geworden: Ich gehe ab sofort sorgfältig mit meiner Gesundheit um und schütze mich vor jeglichen Einflüssen.

Julia Scholz (10f2)

Statements der Schüler aus der 10f1

  • gute Erklärungen, gutes Erklärungsvermögen
  • interessante, tolle Experimente; interessant selbst die Strahlung zu messen
  • nette Leute/Personal
  • lehrreich, was gelernt
  • leckeres Kantinenessen
  • stickige Luft
  • die 2. Station war nicht so interessant
  • Arbeitsblätter nicht vollständig gemacht
  • lange Fahrt
  • zu viel geredet, geschrieben
  • zu lang

Fazit einer begleitenden Lehrerin

Ich bin Herrn Franz sehr dankbar, diese Forschungseinrichtung auch als nichtnaturwissenschaftlicher Lehrer (Ethiklehrer, Englischlehrer) kennen gelernt zu haben, zu sehen woran in Dresden/Rossendorf geforscht wird (Krebsforschung, Endlagerung von Atommüll, seltene Erden, .…). Die jungen Wissenschaftler haben mit unseren Schülern sehr gut im Labor gearbeitet. Es herrschte eine gute Arbeitsatmosphäre.

Und für das leibliche Wohl wurde auch in der Kantine gesorgt – vier Wahlessen, davon eine Suppe, ein vegetarisches Gericht – wer wünscht sich nicht so eine Mittagsversorgung.

M.Evers

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