Zu Besuch in Dänemark

Geschrieben von Mirko Hans
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Die Woche im Überblick

Sonntag, den 05. März 2017 sind wir um 09 Uhr in Zittau mit dem Zug gestartet. Wir sind 9 Stunden bis Flensburg und anschliessend 2 Stunden mit dem Bus nach Ribe gefahren. Dort wurden wir dann von unseren Austauschschülern mit Wunderkerzen empfangen.


Am Montag haben wir die ersten sechs Stunden am Unterricht teilgenommen. Wir konnten Einblicke in die Fächer Chemie, Mathe, Geschichte, Englisch, Politik, Dänisch und Deutsch gewinnen. Danach machten wir eine Stadtwanderung durch Ribe unter der Führung von meist unbekannten dänischen Schülern. Wir besichtigten beispielsweise den Dom von dem wir einen tollen Blick über Ribe hatten. Anschließend sind wir mit unseren Austauschschülern in deren Turnhalle gegangen um dort die Lancier Tänze zu lernen, welche bei vielen Festen in Dänemark aufgeführt werden. Am Ende des Tages trafen sich viele nochmal zum Bowling spielen und nur wenige sind sofort nach Hause.


Am zweiten Tag haben wir uns Fahrräder ausgeliehen und sind 10 km zum Wattenmeer-Zentrum gefahren. Dort haben wir uns das Museum angesehen. Bevor wir mit dem Traktorbus nach Mandø gefahren sind, haben wir uns Waders angezogen. Das sind wasserdichte Hosen mit Gummistiefeln. Wir hatten eine 4 stündige Führung durch das Wattenmeer und haben dabei Seehunde gesehen und Austern gegessen. Zurück sind wir wieder mit dem Traktorbus gefahren und dann per Rad zurück nach Ribe. Daraufhin sind wir alle nach Haus egegangen und waren alle müde und kaputt.


Am Mittwoch hatten wir alle die ersten zwei Stunden Unterricht oder frei. Danach sind wir Zittauer zum Wikingermuseum gelaufen und haben es besichtigt. Anschließend hatten wir etwas Freizeit und haben dann das Kunstmuseum besucht. Beide Museen waren sehr interessant. Den Nachmittag hat jeder nach seinem Belieben verbracht.


Donnerstags sind wir mit den dänischen Schülern zwei Stunden nach Århus gefahren. Dort haben wir das Kunstmuseum Aros besucht. Daraufhin haben uns die dänischen Lehrer durch die Stadt geführt und etwas über sie erzählt. Anschliessend hatten wir alle Freizeit und waren shoppen, im Pub ode rim Café. 16 Uhr sind wir dann wieder Heim gefahren.


An unserem letzten Tag haben wir die ersten zwei Stunden unsere Berichte geschrieben und Vortäge bearbeitet, welche wir in der dritten und vierten Stunde im Deutschunterricht gehalten haben. Nach der Schule sind manche ins Schwimmbad gegangen, haben gepackt oder haben für den Abend und den nächsten Tag eingekauft. Am Abend waren alle Schüler und Lehrer Pizza essen und anschliessend haben wir bei Lærke eine Abschlussfeier gemacht. Es war sehr lustig.


Am Samstag mussten wir unsere Rückreise antreten. Wir sind 8 Uhr früh gestartet und sind gegen 21 Uhr in Zittau angekommen.


Max Jungmichel, Katharina Knebel, Pia Reiche, Christin Kunkel und Paula Rummer

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Ribe und die Ribe-Katedrale Schule

Gleich am Montag besichtigten wir die kleine Stadt Ribe an der Nordseeküste. Ribe, eine ehemalige Handelsstadt, ist die älteste Stadt Dänemarks mit rund 8000 Einwohnern. Aufgeteilt in Gruppen, wurden wir von einigen dänischen Schülern in der Stadt herumgeführt. Die Stadtführung startete am Dom, der das Wahrzeichen der Stadt darstellt und sich in der Altstadt befindet. Von dem zur Kirche gehörenden Dom, der 52 Meter hoch ist, genossen wir eine fantastische Aussicht über Ribes rote Dächer, die Marsch im Westen und das dänische Flachland im Osten. Dort konnten wir schöne Fotos zur Erinnerung machen.

Weiter ging es zum Hafen. Dort befindet sich die schön verzierte Stormflodss Ø jlen Ribe (Hochwassersäule). Dort haben wir erfahren, dass 1634 die Hafenstadt mehrere Meter unter Wasser stand. Als nächstes zeigten uns die Schüler Riberhus Slotsbanke, Überreste eines ehemaligen Königsschlosses. Noch heute sind Teile einer Burgruine sichtbar. Abschließend lernten wir die Schule unserer dänischen Gastschüler näher kennen, unterlegt mit ein paar Fakten und Daten. In den ehemaligen Wohnhäusern lernen 600 Schüler und Schülerinnen drei Jahre lang am Gymnasium in Ribe. Tradition ist dort unter anderem die Weihnachtsfeier in dem Dom. Die gleichen Pflastersteine auf dem Schulhof und auf dem Domplatz sollen eine Verbindung zwischen Ribe Katedrale Schule und Dom symbolisieren.


Ireen Brendler, Emma Prochaska, Irma-Charlotte Hübner, Anna Arnold, Jessica Scholz

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 Wattwanderung

Dienstag, dem 7.3.2017 war unser zweiter Tag nach unserer Ankunft in Ribe. Am Morgen um 8.15 Uhr startete unser Tag. Wir haben uns bei der Schule getroffen und haben uns unsere Fahrräder ausgeliehen, mit denen wir anschließend zu dem „Wattenmeer-Zentrum“ gefahren sind. Das Zentrum ist neu und sehr modern gestaltet. Bevor wir zum Wattenmeer aufgebrochen sind, haben wir dort etwas über die verschiedenen Lebewesen und vor allem die Zugvögel erfahren. Es gibt dort allein 15 Millionen Zugvögel! Es ist ein, von der Natur geschaffener Lebensraum, auf den die Menschen keinen Einfluss nehmen. Allein das Meer beeinflusst die Vegetation und die Landschaft, die man dort bewundern kann. Doch das „Museum“ hatte noch mehr zu bieten. Es gab ein Terrarium mit Wasser gefüllt, in welchem verschiedenen, lebende Krebsarten zu sehen waren, sowie Flundern und Seesterne. Zumindest die Krebse, durfte man auch berühren und auf seine Hand setzen.
Doch das war noch lange nicht alles. Man konnte dort vieles ausprobieren und wurde umfassend informiert, wodurch man das Wattenmeer noch mit ganz anderen Augen bewunderte. Im Anschluss haben wir uns die schweren Gummihosen (Stiefel und Hose waren eins) angezogen. Diese waren natürlich „wunderschön“. Um zum Wattenmeer zu gelangen, wo wir unsere Wanderung beginnen wollten, sind wir mit einem Bus gefahren, der an einem Traktor hing. Es war sehr cool.


Wir mussten dann erst noch ein Stück auf dem befestigten Land laufen, bevor wir das Meer gesehen haben. Aber als wir dann auf dem Sand liefen und man sich bewusstgemacht hat, dass das gerade der Meeresboden ist, auf dem man läuft, konnte man das eigentlich nicht glauben. Aber hier sieht man mal, wozu die Natur im Stande ist und was wir dank ihr erleben dürfen, auch ohne die Einmischung durch den Menschen. Wir haben verschiedene kleine Lebewesen gesehen oder auch die Spuren von ihnen, die sie auf dem lehmigen Boden hinterlassen haben. Unsere erste große Anlaufstelle, waren die Austern. Um zu der Stelle zu gelangen, wo wir die Austern sammeln sollten, mussten wir durch tieferes Wasser mit der Gefahr stecken zu bleiben. Denn dort war der Boden sehr lehmig und man ist tief eingesunken, wenn man sich nicht schnell genug bewegt hat. Wir hatten auch zwei Vorfälle, wo zwei von uns so tief eingesunken sind, dass sie allein nicht mehr herausgekommen sind. Hier ein großes Dankeschön an die mutigen Retter, die sie befreit haben. Als dies überstanden war und wir genug Austern gesammelt hatten, sind wir wieder zurück, auf
sicheres Terrain. Dort wurde uns gezeigt, wie man Austern richtig isst und wer wollte, konnte eine probieren. Herr Merker hatte zum Glück einige Limetten mit, weswegen sich mehr getraut haben, eine zu probieren. Salzwasser mit Limettengeschmack ist zwar nicht für alle was, aber naja.


Anschließend sind wir zu einer Stelle gelaufen, wo man durch ein Fernglas Seehunde sehen konnte. Wir sind auch ein Stück ins Wasser gewatet (Ein Glück das die Hosen wirklich dicht waren) um den Seehunden ein wenig näher zu sein. Und wirklich haben sich einige der Seehunde etwas näher getraut. Es war beeindruckend, sie in freier Natur zu beobachten, wo (wie z.B. im Zoo) keine Glasscheibe und Gitter dazwischen sind. Der Unterschied zwischen Seehunden und Robben? Robben sind etwas größer, doch schon, wenn sich ein Seehund auf einen Menschen legen sollte, ist dieser auch erst mal außer Gefecht gesetzt.


Auch wenn die Wanderung 4 Stunden gedauert hat, mit danach noch 45-minütiger Fahrradtour hat es sich auf jeden Fall gelohnt und diesem Ausflug war es auf jeden Fall wert. Selbstverständlich ist man nach so einem „Aktiven-Tag“ ziemlich geschafft, aber für eine solche Erfahrung muss man eben etwas mehr Kraft aufbringen.


Nancy, Helena, Lisa, Selina, Nathalie

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Exkursion nach Aarhus

Am Donnerstag waren wir mit den dänischen Schülern in der zweitgrößten und zweitältesten Stadt Dänemarks, Aarhus. Als wir nach zwei Stunden Busfahrt angekommen sind, war unser erster Stopp das Kunstmuseum ARoS. Die Ausstellung war sehr vielfältig. Von moderner und spezieller Kunst bis zu sehr realistischen Gemälden aus den letzten Jahrhunderten. In Dänemark ist „The Boy“ sehr bekannt und das Markenzeichen der Ausstellung.


Im weiteren Verlauf des Tages durften wir mit den dänischen Lehrern einen Stadtrundgang genießen. Das erfuhren wir verschiedene interessante Dinge über die Stadt und besichtigten den Dom, das Theater, das Kulturhaus Dokk1 und ließen die Stadtführung gemütlich im Streetfood Market ausklingen.


Der Dom, welcher der größte von Dänemark ist, hat einen 96m hohen Turm und wurde unter anderem für royale Feierlichkeiten genutzt. Auch das imposante Kulturhaus ist uns im Gedächtnis geblieben. Es wurde für 2,1 Milliarden Kronen erbaut, da Aarhus 2017 eine Kulturhauptstadt ist, und umfasst mehrere Konzertsäle, die Hauptbibliothek, die Tourist Information und eine große Tiefgarage. Zuletzt durften wir im Streetfood Market noch internationale Spezialitäten verkosten. Auffällig waren die hohen Preise, aber dafür gab es leckere Gerichte wie Süßkartoffelpommes und rotes Thai-Curry. Für jeden Geschmack ist etwas dabei.


Viele von uns nutzten die Freizeit danach noch für einen kleinen Stadtbummel bis es wieder zurück nach Ribe ging. Wir haben viele positive Eindrücke aus dieser vielfältigen Stadt mitnehmen können.


Johanna Flechsig, Emily Aedtner, Sara Güssow, Sophie Lange, Michal Israel

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